Unser Zuchtziel


    Oh man, bevor ich hier wieder ein Zuchtziel verfassen, welches etliche andere Züchter von ihren Vorgängern übernommen haben á la "wir wollen, die Rasse erhalten, verbessern und den und den Standard erhalten, gesund etc…" möchte ich hier eher auf das Wesen der Kätzchen eingehen.

    Dass man bei einer Rasse einen gewissen Standard verfolgt ist eigentlich selbsterklärend, schließlich ist das charakteristisch für die Rasse. Die Sibirische Katzen und die Neva Masquarade sind leider über Kontinente hinweg sehr unterschiedlich in genau diesem Punkt. Das Gro umfässt sie alle, Halblanghaar, Mittelgroß, mit Fusseln zwischen den Pfötchen den Rest kann man im jeweiligen Standard nachlesen der TICA, FIFE, WCF etc… (Die Dachverbände)

    Meine ideal Sibi, schaut aus wie ein kleiner Eisbär, etwas größer als Mittelgroß (was solln das eigentlich heißen? Ich würde gerne den Polizisten bei der Zeugenvernehmung sehen, wenn ich ankomme und sage: " Der Täter war mittelgroß, helldunkle Haare und ziemlich dickdünn…". Haha der holt danach die Männer mit den weißen Hab-dich-Lieb-Jacken.)

    • Meine Kater sollen so um die 8-10 kg wiegen (abgehackt, Ziel erreicht)
    • Meine Mädchen nicht zwischen 2 und 4 Kilo…oh man es gibt ja so kleine Sibis, da hat man Angst das sie kaputt gehen. (abgehackt, alle weiblichen Nachzuchten sind ab 4,5 kg aufwärts)
    • Ein breites Kreuz, so ganz nach dem Motto "wohin mit dem Klavier."


    Um so etwas zu erreichen ist die richtige Wahl der Zuchttiere ausschlaggebend, aber das brauche ich auch keinem zu sagen. Selbst wenn man die größten Katzen und Kater hat, heißt das nicht, dass diese Tiere das an ihre Nachkommen weiter geben. Ich denke ich hab hier eine sehr schöne ausgewogene Mischung.

    Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Standard meiner Sibis, also warum sollte ich den Liebhabern erzählen, ich möchte da noch etwas dran verändern. Jedes Kätzchen ist einzigartig und das Wesen der Eltern überträgt sich fast 1 zu 1. Jetzt sind wir an dem Punkt der für mich wichtig ist. Das Wesen. Wenn ich ausgeglichene, zufriedene Katzen habe, habe ich das auch in den Würfen. Was aber nicht heißen soll, dass automatisch die Babys genauso Menschenbezogen sind, neeeein da steckt sehr viel Arbeit, Spaß und Freude, aber auch Unglücke und Leid drinne. Nur über die negativen Aspekte wagt sich kaum ein Züchter zu reden, aus Angst in Verruf zu kommen oder die Liebhaber abzuschrecken.

    Ein Züchter der behauptet, ihm wäre noch nie ein Kitten weggestorben, lügt!

    Jeder hat die eine oder andere Gaumenspalte, Zwerchfellriss oder oder oder schon einmal bei einer Geburt gehabt. Manchmal hat man ein gebrochenes Beinchen, durch einen Sturz, oder ein erkältetes Kitten wg. Durchzug. Es gibt nichts schlimmeres als ein schlaffes Kätzchen, welches man mit der Spritze füttert, da es sich kaum noch bewegen kann. In diesen Zeiten wird der Tierarzt zum täglichen Besuchserlebnis. Das Kätzchen wird mit rumgeschleppt, gehegt, gepflegt, gepäppelt. Es wird gesund, läuft wieder zaghaft, und man freut sich wie ein kleines Kind wenn die Mieze das erste mal alleine wieder die Toilette aufsucht ("Hast du Kaka macht? : Ja was bist du denn für ein feines Kätzchen")…Ja man nimmt dann die merkwürdigsten Anwandlungen an, sie sind halt wie Kinder. Ich habe festgestellt, dass es mehr Aufwand ist ein Kätzchen gesund zu erhalten, als den Standard zu beachten. Der macht sich von alleine. Aber…

    sobald man Kittenbesuch hat, oder auf Ausstellung geht, oder mal eine neue Katze einzieht, hat man automatisch so viele Krankheiten drin, dass es einfach keinen Spaß mehr macht. Deswegen machen wir alle paar Monate eine Kontrollstuhlprobe, um eventuelle versteckte Krankheiten zu entdecken. (Nicht jede Darmerkrankung verursacht Durchfall.) Die Kittenbesucher, desinfizieren sich bei uns als allererstes die Hände und auf Ausstellung haben wir ein Netz vorm Käfig und finden es nicht lustig wenn Besucher versuchen dadrunter durchzufingern.

    Eine neue Katze, zieht nur noch unter Quarantäne ein, soll heißen, sie bekommt ihr eigenes Zimmer solange wie alle Blut-und Stuhltests durch sind und sie als gesund in die Gruppe integriert werden kann.

    Diese Maßnahmen haben uns in den letzten 1 ½ Jahren ruhige Stunden beschehrt, in denen wir uns voll und ganz auf die Aufzucht unserer Babys konzentrieren konnten. Ich kann mit voller Stolz sagen, dass unsere Babys, auf ihren Namen hören, angepiepst kommen, keine Scheu kennen, verschmust sind und jeder seinen eigenen sehr deutlichen Charakter hat, den wir Ihnen gerne erläutern. Sie sind absolute Familienkatzen, Rudeltiere und Kinderfreundlich. Sie haben keine Angst vor Hunden (obwohl wir selber keinen haben). Der Staubsauger wird zum Spielen verwendet und sie sind der Augapfel jeden Besitzers. Wir sind stolz auf unsere Babys und immer wieder froh wenn wir Anrufe bekommen, die uns bestätigen, das wir außergewöhnliche Miezen haben. :)