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Leseprobe „Katzen würden Mäuse kaufen“


    Autor: Hans-Ullrich Grimm
    Thema: Schwarzbuch Tierfutter
    Inhaltsangabe: Schockierende Fakten, haargenau recherchiert bis ins Detail: Werbung und Wahrheit bei der Tierfutterproduktion – die Verlierer heißen Tier und Mensch.
    Seiten: 196
    ISBN: 978-3-552-06049-4
    Preis: 17,90 €
    Art: Sachbuch
    Erstellung: Vivien Krause



    Prolog: Ich möchte hier gar nicht weit ausschweifen, und Ihnen die Zitate lange vorenthalten. Dieses Buch handelt nicht nur von der Ernährung der Katz, sondern von allen Haustieren und Nutztieren.
    Demnach ist es wirklich sehr lesenswert, wenn man wissen möchte, was wir unseren Lieblingen, unwissend, antun. Wie korrupt die Gesellschaft, über unsere Tiere, des Geldes wegen, geht.
    Nur weil ein Produkt einen Markennamen trägt (z.Bsp.: Royal Canin, Animonda, Miamor, Iams, Bozita ect..) heißt das noch lange nicht, das der Inhalt auch hochwertig und gesund ist. Außen hui, innen Pfui! Im Nachfolgenden werde ich in mehreren Punkten, Zitate aus dem Buch, mit Seitenangaben, wiedergeben.
    Teilweise werde ich kleine Infokästchen einfügen, um das Verständnis zu erleichtern. Die Informationen stammen nicht vom Autor des Buches, sondern entspringen jeweiliger Quellenangaben.
    Ich wünsche viel Spaß beim Lesen, und hoffe die kleinen Kostproben lassen Sie neugierig werden.
    Vivien Krause



    Leseproben

      Seite 16
      Im Klartext: Fürs Futter unserer Haustiere werden, das wissen auch die Experten der STIFTUNG WARENTEST, „die normalen Schlachtabfälle verwendet§. So schrieben sie in der Zeitschrift test, Heft 9/2006. […] Dabei werden selbst die Produkte von Masterfoods, also Whiskas, Chappi, Sheba, Cesar und dergleichen, aus solchen Schlachtabfällen hergestellt. Masterfoods nimmt, so teilte die Firma auf Anfrage mit, „Fleischmehle“, Innereien und andere „Nebenerzeugnisse, die bei der Schlachtung anfallen, aber nicht für den menschlichen Verzehr genutzt werden.“
      Seite 18
      Dort gibt es auch Rohstoffe, die etwas unappetitlich sind, die in der Werbung für Whiskas und Sheba und Pedigree und Nestlé Purina-Tierfutter nicht vorkommen. In der Dose aber schon. Das Tiermehl beispielsweise. Tiermehl kam bisher in der öffentlichen Wahrnehmung nur als BSE-trächtiges Futter für die Tiere in den Ställen vor. Aber: Haustierfutterproduzenten beziehen ihre Rohstoffe häufig bei Lieferanten, die bei den großen Skandalen in Misskredit geraten waren. Und es ging damals nicht nur um schwammartige Verklumpungen im Hirn von BSE-kranken Kühen. Es ging auch um anrüchige Rohstoffe fürs Tiermehl – bis hin zum Klärschlamm. Jene Firma beispielsweise, die jahrelang Tausende Tonnen Klärschlamm zu Tierfutter verarbeitet hatte, beliefert alle Großen der Branche: nicht nur Masterfoods, auch Nestlé Purina und Royal Canin.
      [INFO: Klärschlamm fällt bei der Abwasserreinigung an und ist eine Mischung aus Wasser und Feststoffen. Bei den Feststoffen handelt es sich um Schwebstoffe, die sich in der Kläranlage aus dem Wasser absetzen und zu Boden sinken. Klärschlamm ist reich an Pflanzennährstoffen (insbesondere Stickstoff und Phosphor; je nach Entwässerungsverfahren auch Kalzium). Klärschlamm enthält als Schadstoffsenke aber auch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Stoffe mit sehr verschiedenen und teilweise unbekannten Auswirkungen auf die Natur und den Menschen. Schadstoffe: Darunter toxische Schwermetalle, deren Wirkungen auf den Menschen und die Natur aus verschiedenen Untersuchungen bekannt sind. Quelle: Wikipedia]
      Seite 21-22
      Die US-Firma "Diamond Pet Foods" beispielsweise musste kurz vor Weihnachten 2005 große Mengen Hundefutter zurückrufen, wegen Befalls mit Aflatoxin, einem Gift, das vom Schimmelpilz „Aspergillus flavus“ produziert wird. […]Da waren in Amerika schon 75 Hunde gestorben. Anfang 2006 starben im gleichen Zusammenhang in Israel 23 Hunde. Todesursache: Leberversagen, nachdem sie „Nutra Nuggets Performance“ von Diamond gegessen hatten. Neunzehn verschiedene Diamond-Artikel aus der Fabrik in Gaston im US-Bundesstaat South Carolina mussten zurückgerufen werden.
      Die EU hat über das Schnellwarnsystem 2006 vor den Schimmelpilzen aus den USA gewarnt. Bei einer Untersuchung der STIFTUNG WARENSTEST im Frühjahr 2006 enthielt eine Probe "Nestlé Purina Beneful" als einzigstes von dreißig getesteten Produkten erhöhte Werte von Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon (ZEA). […]1999 starben 25 Hunde an so einem Gift, das unter anderem in der Wal-Mart-Hausmarke "Ol´Roy" und 53 anderen Produkten enthalten war.
      2004 waren in Asien Whiskas, Pedigree und Kitekat betroffen. Ursache war verpilzter Mais. 1995 hatte die Firma "Nature´s Recipe" einen Rückruf starten müssen wegen des Schimmelgifts Vomitoxin. […] Die Zeitschrift Öko-Test fand 2004 in allen zwanzig untersuchten Hundetrockenfuttern das Schimmelpilzgift DON – bei 4 Produkten mehr als tausend Mikrogramm pro Kilo […].
      Erhöhte DON-Werte wurden gemessen in "Animonda Fit - Cross Dinner mit Geflügel und Rind", "Eukanuba Adult all Breeds Performance High Activity", "TIP knackige Brocken mit Geflügel und Rind", "Artus Dog Vollnahrung für Hunde Ringe mit Fleisch", "Orlando Vollnahrungsmix", "Benutra High Premium" von Aldi und wieder in "Animonda Fit Cross Dinner". Die Untersuchung der Stiftung Warentest 2006 fand bei "Nestlé Purina" neben den Schimmelpilzgiften auch Gen-Soja, das nicht deklariert war.

      [INFO: Deoxynivalenol (DON) ist ein Mykotoxin. Akut toxische Dosen verursachen Übelkeit und Erbrechen. Es ist ein gastrointestinaler Reizstoff. Deoxynivalenol ist ein Hemmstoff der Proteinsynthese. Bei Nutztieren verursacht mit Deoxynivalenol kontaminiertes Futter eine Wachstumsverzögerung, eine Beeinträchtigung des Immunsystems mit der Folge einer erhöhten Infektanfälligkeit. Zearalenon (ZEA)wirkt als Östrogen. Eine stete Zufuhr über die Nahrung führt zu Hyperöstrogenismus mit all seinen Symptomen und Folgen: Größen- und Gewichtszunahme des Uterus, Störung des Menstruationszyklus, pathologische Veränderungen an den Ovarien, Scheinschwangerschaften, Aborten und Sterilität. Diese Wirkungen treten insbesondere beim Schwein und beim Menschen auf, während Rinder weniger betroffen und bei Hühnern kaum Wirkungen zu beobachten sind. Es besteht auch Grund zur Annahme, dass ZEA ursächlich für das Auftreten vorzeitiger pubertärer Veränderungen bei Kindern ist. Durch seine Östrogenwirkung hat es Einfluss auf die Tumorbildung hormonell empfindlicher Gewebe (z. B. Brustkrebs). Quelle: Wikipedia]

      Seite 23-24
      Damit es nicht so stinkt, gibt es Aromastoffe; Zucker und Süßstoffe, damit es besser schmeckt – und das Tier mehr verzehrt. […]Außerdem verwenden die Futtermittelhersteller Blut und Mehl aus Vogelfedern, Nukleotide, Hefeextrakte, Käsetrockenpulver, fermentiertes Fleisch und Molke, […]Eier, sowie Zwiebel- und Knoblauchpulver.
      Seite 51
      Krebs bei Hunden und Katzen: Das kommt immer häufiger vor. Mittlerweile sind nach einer Branchen-Faustregel 50% der Todesfälle bei den Älteren krebsbedingt; Schrader [Tierarzt] nimmt gar an 80%. Er glaubt, dass der Zuwachs bei den Tumoren dem industriellen Futter zu verdanken ist: „Mit den Umsatzzahlen der Futterindustrie stieg die Krebsrate massiv an“, behauptet der Arzt. In der Tierwelt gibt es seit einigen Jahren auch völlig neue Krankheiten, Leiden, die bisher nur Herrchen und Frauchen kannten: die Zivilisationskrankheiten Diabetes, Allergien, Neurodermitis, Hautausschläge. Und sogar psychische Störungen breiten sich angeblich aus. […]Schmerzende Bandscheiben, lahme Beine: Die Probleme am Skelett zählen zu den häufigsten Krankheiten, mit denen Schrader in seiner Praxis konfrontiert wird.
      Seite 58
      Gerade die Haustiere entwickeln offenbar zunehmend Neurosen: Ängstlichkeit, Aggressivität. Bei Katzen kommen spezielle Verhaltensweisen dazu wie Unsauberkeit oder gar „Protestharnen“, wie der Tierarzt Rolf Spangenberg in seinem Buch über Katzenkrankheiten schreibt: „Auf einmal setzt sie Bächlein und Häufchen in der ganzen Wohnung ab“, und die „Möbel werden mit Urin bespritzt“.
      Seite 86
      Die Berichte aus Kreisen von Tierärzten und Hundezüchtern klangen alarmierend. Ein Rottweiler-Züchter berichtete von einem Hund, der an Leberkrebs gestorben war.
      Ein Züchter von Deutschen Schäferhunden meldete Mundkrebs bei einem seiner Hunde. Eine Züchterin für Pudel und Collies beobachtete plötzlich, dass Hündinnen, die zuerst „wie ein Uhrwerk“ regelmäßig Nachwuchs geworfen hatten, nun plötzlich auffällige Lustlosigkeit an den Tag legten.
      Einige Welpen kamen gar mit Missbildungen zur Welt, ohne Beine, Schwänze oder Geschlechtsorgane. Eine Tierärztin berichtete von bizarr missgebildeten Kälbern, bei denen die Augen auf der Rückseite des Kopfes lagen, die ohne Ohren zur Welt gekommen waren, oder auch mit Beinen, die falschherum angewachsen waren.
      Die Ursache war, so vermuten jedenfalls die argwöhnischen Fachleute, eine Substanz namens „Ethoxyquin“. Der Stoff findet sich mitunter im Tierfutter, ganz legal, er ist unter dem Kürzel E324 zugelassen als Zusatzstoff, und außerdem als Schädlingsgift im Einsatz.
      Seite 88
      So sind auch bei umstrittenen Stoffen namens „Ethoxyquin“ die Futterfabrikanten vollkommen überzeugt von der Harmlosigkeit. Die Firma Eukanuba etwa teilt mit: „Ethoxyquin ist ein Antioxidans, das Fette stabilisiert und vor dem Ranzigwerden schützt. Somit sorgt Ethoxyquin dafür, dass der Nährwert der Nahrung erhalten bleibt. […] Ethoxyquin […]wird in Eukanuba Veterinary Diets verwendet, um die empfindlichen Fettsäuren zu schützen.“ Die empfindlichen Fettsäuren schützen? – das muss man natürlich nur, wenn man die Sachen länger aufbewahren möchte, als eigentlich gut für sie ist. Wenn die Nahrung gegessen wird, bevor sie verdorben ist, dann muss man auch keine Fettsäuren schützen. […] Die industriellen Tierfutterproduzenten sind also zwingend auf Chemikalien angewiesen, die die Verderbnis künstlich hinauszögern. Sie brauchen auch Stoffe, die unangenehme Gerüche und Geschmacksnoten „maskieren“, was jeder nachvollziehen kann, der einmal die Duftnote einer Tierbeseitigungsanlage in der Nase hatte, die häufig Rohstoffe für die tierischen Leckereien zur Verfügung stellt.
      Seite 100
      Es ist nur so: Die Leute von Whiskas, Pedigree, Hill´s und Eukanuba, sie dürfen zwar den Geschmack nach Herzenslust manipulieren. Auf dem Etikett müssen sie davon allerdings nicht berichten. Mehr noch die „Kennzeichnung von Aromastoffen“, aber auch von Süßstoffen und Glutamat, so teilte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf Anfrage mit, sei „nicht zulässig“. Die Herstellung dürfen nur vage Angaben machen: „mit Konservierungstoff“ oder „mit Farbstoff“. […] Welche anderen der vielen Zusatzstoffe sie verwendet haben, dürfen sie nicht bekanntgeben. Und von den wichtigen Aromachemikalien, Süßstoffen, dem Geschmacksverstärker Glutamat müssen sie vollständig schweigen.
      Seite 120
      Die Welt der Skandale ist oft sehr klein, die Zahl der handelnden Personen ist überschaubar, auch wenn die Auswirkungen rund um den Globus zu spüren sind. Belgien steht häufig im Zentrum von Skandalen. Belgien war das Heimatland der Fleischmafia, die während der BSE-Krise dafür sorgte, dass britisches Fleisch trotz des Embargos in deutsche Würste und Supermärkte kam. Belgien war auch Heimat des Hormondopings für Schweine. In Belgien gibt es auch häufig Verbindungen zwischen kriminellen und staatlichen Kreisen. Die Behörden in Belgien nicht für ihren Eifer bekannt, und wenn einmal ausnahmsweise ein Veterinärbeamter besonders genau hinschaut, dann kann es passieren, dass er ermordet wird.
      Seite 123-124
      In der Tierkörperbeseitigungsanlage Plattling, einer Einrichtung mehrerer Kommunen 140 km nordöstlich von München, wurde Klärschlamm zu Tierfutter verarbeitet. Unter den Augen der bayrischen Staatsregierung. Dass so ein Produktionsverfahren verboten ist, „das haben wir übersehen“, sagte damals die bayrische Regierungssprecherin: „Das ist bedauerlich, aber wahr.“ […] Nach einem Report des belgischen Landwirtschaftsministers hatte Rendac 5000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr – damals sogar Abwasser von Duschen und Toiletten – zu Tierfutter verarbeitet. […] Die dioxinhaltigen Hühner hat die Firma Rendac damals auch geschlachtet – und gleich wieder zu Tiermehl verarbeitet.
      Seite 135 (Tierärzte gekauft und befangen?)
      So ließen sich die europäischen Universitätsveterinäre […] ihren Kongress im September 2006 im Amsterdamer Novotel von Iams, Royal Canin, Bayer, Hill´s, Novartis, Waltham und InterVet sponsern. Auch die fürs Kleintier zuständige Welt-Veterinärsvereinigung […]lässt sich bei Kongressen und bei Publikationen aushalten, von Nestlé Purina, von Bayer. Hill´s war Vorzugsförderer […] beim Weltkongress der WSAVA im Oktober 2006 in Prag. Nestlé veranstaltet das „Nestlé Purina Nutrition Forum“ 2005 in St. Louis. Wenn die Universität von Florida ihre jährliche Katzenkonferenz […] im Hilton-Hotel-Konferenzzentrum des Städtchens Gainesville abhält, dann sind die wichtigen Branchengrößen finanziell engagiert: 2006 waren das unter anderem Hill´s, Nestlé Purina, Royal Canin, Iams, auch Novartis, Pfizer Animal Health, Bayer Animal Health. […]Hill´s finanzierte auch […] die 37.Jahresversammlung der „Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin“ im Mai 2006 im „Casino Kursaal Congress Center“ in Interlaken. […] Die rührende Sorge um die Veterinäre hat natürlich einen Grund: Die Tierärzte sind wichtige Multiplikatoren, sie werden gefragt, wenn es um die Ernährung der kleinen Lieblinge geht. Und den Multis ist es lieb, wenn die Tierärzte zum Sprachrohr der industriellen Fütterungsideologie werden. „Für die Klienten sind der Tierarzt und dessen Assistenten in Ernährungsfragen in der Regel eine Autorität. Tierärzte haben deshalb großen Einfluss darauf, welches Futter die Tierhalter für ihre Haustiere auswählen.“
      Seite 143
      Das „Katzenforum Schweiz“[…] hat gar „Richtlinien“ erlassen, „für die artgerechte Ernährung einer Katze“. Und dort heißt es: „Fertignahrung eignet sich am besten für Ihre Katze, denn diese enthält alle Nährstoffe, die das Tier braucht.“ Schlimm hingegen seien „Tischreste“, auch „selbst gekochte Nahrung“ oder gar „rohes Fleisch“. Das sei vollkommen ungeeignet und könnte gar „bei der Katze auf Dauer zu Nährstoffmangel führen“. Im Kleingedruckten steht, immerhin: Das „Katzenforum Schweiz“ operiere „mit freundlicher Unterstützung von Whiskas“. Klar, dass auch die Tierkliniken mit ihrer Beratungsautorität mitunter die Chance nutzen, gleich am Verkauf der Dosen und Schälchen und Säcke mitzuverdienen.
      Seite 146-147
      Merkwürdige Missbildungen an den Geschlechtsteilen wurden beobachtet bei den Fischen in diesem See, und zwar bei durchschnittlich 40% der Felchen, bei manchen Fängen bis zu 90%. So drastische Deformationen in solcher Zahl hat es bisher nirgends gegeben auf der Welt. Das Thema sorgt bei Forschern für wachsende Aufregung, weil Veränderungen an den Sexualorganen die Fortpflanzungsfähigkeit bedrohen können – bei Fischen, bei vielen andern Tieren – und auch bei Menschen. Und wenn die Fortpflanzung gestört wird, steht viel auf dem Spiel. Das beschleunigte Artensterben etwa könnte damit zusammenhängen. Über Jahrmillionen sind ein bis drei Arten verschwunden, jetzt sind es etwa tausend - pro Jahr.
      Seite 159
      Illegale Hormonangaben entdeckten die Fahnder indessen auch anderswo: So musste der Nahrungsmittel-Multi Nestlé in Chile 1998 Babynahrung aus dem Verkehr ziehen – als „Vorsichtsmaßnahme“, wie der Konzern betonte, wegen Verdacht auf Belastung mit „Clenbuterol“ und anderen Anabolika. […] Bei Kleinkindern könnten Muskelkrämpfe und Herz rhytmusstörungen die Folge sein.
      Seite 189
      Unter den Tierhaltern kommen daher neue Fütterungsmethoden in Mode, die wieder natürliche Fressgewohnheiten so weit wie möglich berücksichtigen. Etwa die sogenannte „BARF“-Bewegung. BARF bedeutet, im deutschen Sprachgebrauch: „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“. […] Die Grundsätze der BARF-Bewegung: Artgerechtes Fleisch, roh verfüttern. Keine Konservierungsstoffe und andere Chemikalien.
      Seite 195-196
      Merlin ist ein Belgischer Schäferhund, 5 Jahre alt. […] Der Vater sagt: „Der isst nur Rinti oder Selbstgekochtes.“ Rinti ist eine Dosenfutterfirma mit hohem Qualitätsanspruch, die Zusatzstoffe im Dosenfutter ablehnt. […] An den kleinen Packungen von Aldi und Lidl hat er kurz geschnuppert. Die große Dose von Aldi hat er komplett stehenlassen. Sie steht auch am nächsten Morgen noch völlig unangetastet. Obwohl er eigentlich ziemlich Hunger hat. So sieht heute ein Hundeleben aus, wenn der Hund Glück hat. Er weiß ja, dass es noch etwas anderes gibt, und muss das Billigfutter nicht fressen.
      Und die Moral von der Geschicht: „Gut essen heißt vor allem, beste Lebensmittel möglichst frisch zu genießen.“