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Freigang – Ja oder Nein? – Entscheiden Sie selbst


    Katzen leben gefährlicher, wenn sie nach belieben rein- oder rausgehen können. Mit der richtigen Nahrung und Pflege kann eine Wohnungskatze 15 – 20 Jahre alt werden. Eine Katze mit Ausgangsprivileg kann ebenso alt werden, ist aber mehr Gefahren ausgesetzt. Die folgenden Auflistungen enthalten Situationen die sehr gerne nicht bedacht werden:

    Autos: Katzen können natürlich überfahren werden, aber auch parkende Autos werden zur unbedachten Gefahrenquelle. Wärmeliebende Katzen klettern gerne in den Motorraum und können dort schwer verletzt oder sogar getötet werden, wenn der Motor wieder angelassen wird. Auch die Radkästen sind eine Gefahrenquelle, wenn das Kätzchen sich zum Schlafen auf den Reifen legt, möchte man lieber nicht weiter darüber nachdenken.

    Bäume: Katzen klettern sehr gerne und auch mal ziemlich unbedacht. Nicht nur Bäume können da zum Katzenspielplatz werden. Besonders Rassekatzen kennen den ungesicherten Freigang seit Generationen nicht mehr, und sind es nicht gewohnt besonders vorsichtig zu sein. Wenn Sie von einem Baum abrutschen und fallen, kann das ganz schnell sehr gefährlich werden, von Brüchen bis zu Schädeltraumen sollte man bedenken.

    Hunde: Unter Hunden gibt es hämische Katzentöter, und wehe der Katze die sich in das Territorium eines dieser Hunde blicken lässt. Einige bösartige Menschen ermunter ihre Hunde sogar noch dazu, Katzen anzugreifen – und lassen die Tiere dazu von der Leine!

    Jäger: Katzen, die im Jagdgebiet außerhalb der Sperrzone (zwischen 200 und 300 Metern, je nach Bundesland unterschiedlich) angetroffen werden, dürfen im Namen des sogenannten Jagdschutzgesetzes getötet werden.

    Landwirtschaftsmaschinen: Nicht nur in der Stadt lauern die Gefahren (Autos ect.) sondern auch auf dem Lande. Im Sommer sind die Felder sehr verlockend und bieten ganz getreu dem Lied „Ein Bett im Kornfeld“ der Katze den idealen Schlafplatz. Nicht selten überhört die dösende Mieze die drohende Gefahr in Form eines Mähdreschers. Ich denke weiter brauche ich das nicht ausführen.

    Gift: Von Frostschutzmittel-Pfützen und Garten-Chemikalien zu Rattengift (in Ködern oder den Mägen von toten Tieren) und Pflanzen, draußen kann eine Katze leicht eine tödliche Dosis von etwas erhalten, was ihr innerhalb, der 4 Wände nicht so leicht begegnen würde.

    Krankheiten: Katzenleukose, Katzenaids und Feline Infektiöse Peitonitis sind drei der ansteckenden und oft tödlich verlaufenden Krankheiten, mit der sich ihre Katze über andere Katzen infizieren kann – hauptsächlich durch Kämpfe oder Paarung. Um gleich beim Kämpfen zu bleiben, Draußen-Katzen verbringen viel Zeit mit der Verteidigung ihres Reviers – und Sie verbringen viel Zeit und lassen viel Geld beim Tierarzt, um die Bisswunden und Abszesse Ihres Lieblings wieder flicken zu lassen.

    Menschen: Einige Leute hassen Katzen und geben sich besonders viel Mühe, um ihnen Schaden zuzufügen. Andere, wie z.B. Gärtner, fühlen sich berechtigt, gegen Katzen vorzugehen, die Blumenbeete und Gemüsegärten verunreinigen. Eine weitere Bedrohung sind solche Leute, die Katzen fangen und sie zu biomedizinischen Forschungszwecken verkaufen. All diese Leute stellen eine Todesgefahr für ihr Haustier dar.

    Außerhalb der schützenden vier Wände gibt es genügend zufällige und beabsichtigte Gefahren, die die Haltung einer Katze in der Wohnung oder im Haus ratsam erscheinen lassen. Die andere Frage, ob reine Wohnungs- oder Hauskatzen ein glückliches Leben führen können, kann mit einem absoluten „Ja“ beantwortet werden! Kätzchen, die im Haus aufwachsen, werden zu Katzen, die das Draußen nicht vermissen. Spielzeug, Kratzbäume, Innengärten und gesicherte Terrassen oder Balkone bereichern das Leben einer „Wohnungskatze“.

    Freigang – ja oder nein?

    Die Antwort überlassen wir Ihnen und Ihrem Gewissen.

    Für uns steht, aus den oben genannten Gründen fest, wir geben keine Babys in ungesicherten Freigang ab!